Volkswirtschafts-/
Gesundheitsdirektion
Ärztin, Arzt, Spital:
Das sind Ihre Rechte




Erziehungs-
departement
Basel-Stadt

Berufslehre plus
Berufsmatur




Bau- und Verkehrs-
departement
Basel-Stadt

Die Erlenmatt – Buch
zum Lesen und Hören




Bau- und
Umweltschutzdirektion
Netzstudie
"Tramnetz 2020"




Justiz- und
Sicherheits-
departement
Schiffstaufe für
"Blaulicht"-Boote










Seite empfehlen
Twitter

© Foto by Kurt J. Rosenthaler
"Der Apfel fällt nicht weit vom Baum": Foto-Objekt Mutter und Tochter

Mutter und Tocher – zusammen im Sucher

Der Rheinfelder Künstler Kurt J. Rosenthaler präsentiert einen brandheissen Fotoband: "Die coolen Töchter und ihre Mütter"


Von Ruedi Suter


Der Mann hat schon einiges angestellt. Darum ist Kurt J. Rosenthaler keiner, der so auf die Schnelle beschrieben werden kann, zuviel Unterschiedliches hat er schon gemacht, in den 62 Jahren seines Lebens. Aber stets engagiert und exakt: Chemie-Laborant, Uhrmacher, Kunstmaler, Dozent, Journalist und Reisender mit langen Auslandaufenthalten. Indianer haben ihn adoptiert, Afrikaner ihn beflügelt und  bei den Asiaten hat er gelernt und gelehrt und nebenbei einen Bildband über Kalkutta gemacht. In Rheinfelden gilt er als Original und Kenner fremdländischer Lebensanschauungen, er betätigt sich als Stadtführer, als Lokalhistoriker – und auch immer wieder als Fotograf: Am Samstag stellte er zusammen mit jenen Frauen verschiedensten Alters, die er zwischen 2003 und 2006 ablichtete, sein neustes Werk vor: "Die coolen Töchter und ihre Mütter".

Es ist ein Gemeinschaftswerk, denn ohne die Zustimmung und das Mitmachen der Mütter und Töchter – laut Rosenthaler viele Bekannte und "Menschen mit Wurzeln in aller Welt" – wäre kein einziges Foto geknipst worden. Das merken die Betrachtenden den Bildern auch gleich an: Sie berühren, sie bewegen, sie sind voller Sinnlichkeit, Poesie und Aussagekraft. Es sind Bilder, die zum Nachdenken verführen, mit Texten und Kommentaren, die rotzig frech, nachdenklich oder auch abgeklärt daherkommen, jedenfalls aber offenherzig und aus dem Leben gegriffen sind. Die Falle des Kitsches oder der voyeuristischen Effekthascherei wurde von allen Beteiligten umgangen – durch Ehrlichkeit, leise Erotik und wohltuende Schlichtheit.

"Mütter sind oft cooler als ihre Töchter."




Dies dürfte mit den strengen Vorgaben zu tun haben, die sich der zeitlebens bescheiden lebende Künstler auferlegt hat. Kurt J. Rosenthaler nahm nur Schwarz-Weiss-Filme, die als Color-Filme entwickelt wurden. Er fotografierte nur mit seiner alten, weit gereisten Kleinbild-Spiegelreflexkamera. Er bat Mütter und Töchter immer in die gleiche Ecke eines seiner kleinen Zimmer im Rheinfelder Altstadthaus. Er nutzte ausschliesslich das Tageslicht, welches durch das Fenster auf die Porträtierten fiel, verzichtete auf die Grelle der Blitze, stellte für die indirekte Belichtung höchstens einmal einen Scheinwerfer auf. Und er schoss viele Fotos aus der Hand, nahm zugunsten der eindringlicheren atmosphärischen Aussage bewusst auch leichte Unschärfen in Kauf.

"Frauen zu fotografieren, reizt mich immer wieder aufs Neue", gibt Rosenthaler unumwunden zum. Dies sei aber nicht nur ein faszinierendes, spannendes und sinnliches Unternehmen, sondern auch ein organisatorisches. "Er braucht bei sehr jungen Models natürlich die Einwilligung der Eltern. Und so begann ich, nicht nur die Töchter vor die Kamera zu bitten, sondern auch deren Mütter, die meist ebenso interessant und faszinierend sind." Die Mütter seien oft gerade so cool oder sogar cooler und schriller als ihre Töchter, oft aber auch etwas weniger locker vor der Kameralinse, erfuhr der Fotograf. "Meine Motivation ist aber nicht nur eine künstlerisch-ästhetische, sondern auch eine soziale: Was läuft zwischen Menschen ab? Wie ähnlich oder wie verschieden bewegen sich Menschen verschiedener Generationen? Wie gebärden sich also Teenager am Anfang des 21. Jahrhunderts vor der Kamera? Und wie ihre Mütter, die vor einer Generation selbst noch Teenager waren?"

Die Antworten bleibt uns dieser Bildband nicht schuldig. Auch kann sich mit ihm jede Frau und jeder Mann selbst weitere Fragen wie diese beantworten: Wie viele Frauen stecken in einer Frau? "Unendlich viele", kommt der Rheinfelder zum Schluss. Er liess seinen Porträtierten grösstmögliche Wahlfreiheit. Sie konnten ihre Lieblingskleider und Accessoires mitbringen: "Taschen und Koffer voller Klamotten wurden angeschleppt; dann fragte ich die Models, ob sie eigentlich bei mir einzuziehen beabsichtigen ..." Die zwei- bis dreistündigen Sitzungen begann er am liebsten ganz ohne Make-up, dann erst wurden allmählich Farbe aufgetragen, die Frisuren verändert, die Rollen getauscht. "Das Theatralische, das (Selbst-) Darstellerische kommt zum Zuge. Frauen sind geborene Schauspielerinnen!"

"Die Tochter spiegelt sich
in der Mutter – und umgekehrt."



«Kurt hat eine spezielle Gabe, dass man sich als Frau innerlich und äusserlich wieder erkennt", umschrieb Stadträtin Bea Biber an der gut besuchten Vernissage das Einfühlungsvermögen des Fotografen. Auch sie hat sich, zusamen mit Tochter Deborah, von ihm fotografieren lassen. Hätte die "Chemie" zwischen ihm und den Frauen und Mädchen nicht gestimmt, wäre ein lust- und vertrauensvolles Arbeiten völlig unmöglich gewesen, gibt Rosenthaler zu Bedenken. "Ich forderte die Models auf, mit der Kameralinse zu kommunizieren, zu flirten, zu schmollen, was auch immer. Das taten sie dann auch, und wie!"

Besonders erfreulich ist, dass die Frauen auch bei den Texten zum Zuge kommen. Ausführliche Gedanken über die Mutter-Tochter-Beziehung machen sich vor allem die Konzertorganistin Irmtraud Tarr, die Ethnologin Annemarie Seiler-Baldinger, die Pfarrerin Claudia Buhlmann Graf, die Archäologin Ute W. Gottschall, die Schülerin Anja Heid und die Theaterfachfrau Susi Heid-Roth. Finanziert wurde das im Verlag Ismero in Möhlin herausgegebene 216-Seiten-Buch (ISBN 978-3-033-01455-8) von verschiedenen Sponsorinnen und Sponsoren.

Und was hat Herr Rosenthaler Grundsätzliches erfahren bei seiner Arbeit mit den vielen Frauen? Antwort: "Bei aller Verschiedenartigkeit und Einmaligkeit ist die genetische und spirituelle Verwandtschaft der Töchter mit ihren Müttern mehr oder weniger ausgeprägt. Selbst dann, wenn die rebellische Tochter jede auch nur entfernte Ähnlichkeit mit der Mama abstreitet und sich mit allen möglichen Mitteln von ihr zu unterscheiden sucht. Die Tochter spiegelt sich in der Mutter, die Mutter spiegelt sich in der Tochter. Der Apfel fällt eben nie allzu weit vom Stamm ..."

16. März 2008


 Ihre Meinung zu diesem Artikel
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)

www.onlinereports.ch - Das unabhängige News-Portal der Nordwestschweiz

© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigenen Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

Auf dieser Website gibt es Links zu Websites Dritter. Sobald Sie diese anklicken, verlassen Sie unseren Einflussbereich. Für fremde Websites, zu welchen von dieser Website aus ein Link besteht, übernimmt OnlineReports keine inhaltliche oder rechtliche Verantwortung. Dasselbe gilt für Websites Dritter, die auf OnlineReports verlinken.







fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"Dass es Skanddalnudel Lindsay Lohan (25) mit ihrer Prünktlichkeit nicht so genau nimmt, weiss man bereits."

Blick am Abend
vom 30. April 2012
fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Aber vielleicht beherrscht sie die Rechtschreibung umso besser.


Ausgeh-Tipps der Woche


(ausgewählt durch die Redaktion der ProgrammZeitung)

14. bis 20. Mai

• FILM
Bruno Manser Fonds: Sarawak Gone The Bidayuh and the Dam. Australien 2011 CH-EA (Regenwald-Filmwoche). www.bmf.ch
Kultkino Atelier, Theaterstrasse 7
17.00 | 19.00 | 21.00
Do 15.5.2012

• KLASSIK, JAZZ
Jugendchorfestival: Strassensingen aller Chöre 8. Europäisches Jugendchor Festival (www.ejcf.ch)
Basler Innenstadt
14.00 - 17.00
Sa 19.5.2012

• LITERATUR
Buchpräsentation: Aufzeichnungen eines Sonderlings von A. Belyj (1880-1934) Lesung von H.-Dieter Jendreyko (Kooperation: S AM, Architekturmuseum, Goetheanum Verlag, Philosophicum)
Philosophicum im Ackermannshof, St. Johanns-Vorstadt 19-21
11.00
So 20.5.2012

 

RückSpiegel


Die Basellandschaftliche Zeitung nahm den OnlineReports-Primeur über die Überprüfung des IWB-Engagements im Nordsee-Windpark "Bard 1" auf.

"061live"-Moderatorin Bettina Dieterle nahm in ihrer TeleBasel-Sendung über Kompetenzüberschreitungen durch ex-Metrobasel-Chef Christoph Koellreuter auf OnlineReports Bezug.

Die Basellandschaftliche Zeitung bezog sich in ihren Beitrag über den "Inquisitions"-Streit um TeleBasel auf OnlineReports.

Einen Innovations-Punkt an OnlineReports verteilte Kolumnist Kurt W. Zimmermann in der Spatz Zeitung.

Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-News über die Einschaltung der Finanzkontrolle bei Metrobasel auf.

In seinem Report über die Missstände in den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel (UPK) nahm der Sonntag auf den OnlineReports-Primeur über rückverlangte EU-Forschungsgelder in Millionenhöhe Bezug.

Die Enthüllung der "ASE Investment"-Affäre durch OnlineReports lief auf den Hauptnachrichten von Schweizer Radio DRS, im Regionaljournal, auf Tagesschau.ch, in der Nachrichtenagentur sda, in der TagesWoche online, auf news.search.ch und zahlreichen News-Portalen.

In ihrer Glosse über den Lozzi-Wurm im Schützenmattpark bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

medienkritik-schweiz.ch hob OnlineReports dafür hervor, dass die WEMF-Zahlen (beglaubigte Auflagen ovn Print-Medien) nicht nur präsentiert, sondern auch analysiert wurden.

Die Basler Zeitung, die BZ und das Regionaljournal nahmen den OnlinePrimeur über Unregelmässigkeiten mit Forschungsgeldern in den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel (UPK) auf.

Die Basler Zeitung berief sich in ihrer Meldung über den neuen Präsidenten der Stiftung Kabelnetz Basel auf OnlineReports.

Die BZ nahm den OnlineReports-Primeur über das Ende des juristischen Weges im Kampf gegen eine umstrittene Mobilfunk-Antenne auf.

In ihrem Bericht über die Basler Steuersenkungen bezog sich die TagesWoche auf OnlineReports.

Blick am Abend nahm die OnlineReports-News über die Nomination des Grünliberalen Emmanuel Ullmann als Basler Regierungsratskandidat auf.

Die TagesWoche zitierte zur Knopfdruck-Affäre im Baselbieter Landrat ausführlich aus dem OnlineReports-Bericht. Das OnlineReports-Foto veröffentlichte sie als Screenshot.

Der Sonntag bezog sich auf eine OnlineReports-Meldung zur Diskussion über die Regierungsrats-Kandidaturen bei den Basler Grünliberalen.

Abkupfern, was das Zeug hält, war bei BZ Basel online die Devise: Sie schrieb die OnlineReports-Nachricht über die mögliche Basler Regierungs-Kandidatur von Christophe Haller über mehrere Abschnitte wortwörtlich ab.

Das Regionaljournal und die Basler Zeitung nahmen den OnlineReports-Primeur über Basler Parking-Streit vor Bundesgericht auf.

In seinem Bericht über den neuen Auftritt der Baselbieter Regierung bezog sich Der Sonntag auf OnlineReports.

Der TV-Sender TeleBasel bezog sich in seiner Talk-Sendung "Salon Bâle" auf einen Gast-Kommentar über die Schaffung eines Basler Lobbyisten in Bern von Roland Stark in OnlineReports.

Die Luzerner Polit-Plattform lu-wahlen.ch schreibt: "Wie immer ein wahrer Lesegenuss: Die jüngste Kolumne des renommierten Basler Publizisten Aurel Schmidt auf onlinereports.ch, der besten Internet-Plattform im Deutschschweizer Lokaljournalismus, gegründet, auf- und ausgebaut vom Journalisten Peter Knechtli und seit zwölf Jahren erfolgreich online."

Unter Berufung auf OnlineReports berichtete die Basellandschaftliche Zeitung über die beantragte Wahl Urs Müllers zum ersten "Basta"-Präsidenten.

Weitere RückSpiegel